Förderprogramm

Gemeinsam für eine bessere Gesundheitsversorgung: Die Pflege als zentraler Teamplayer in der interprofessionellen Behandlung und Betreuung von kranken Menschen

Die Stiftung Pflegewissenschaft Schweiz hat zum zweiten Mal ein kompetitives Förderprogramm lanciert, diesmal mit dem Schwerpunkt auf personenzentrierter Gesundheitsversorgung unter Beteiligung der Betroffenen und Einbindung relevanter Stakeholder.

Pflegewissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus der ganzen Schweiz waren eingeladen, Projektideen einzureichen, die darauf abzielen, Pflegeforschung auf innovative Weise umzusetzen.
Im Mittelpunkt stand dabei die Pflege als zentraler Teamplayer in der interprofessionellen Behandlung und Betreuung von kranken Menschen. Der Schwerpunkt lag bei dieser Ausschreibung auf der Entwicklung und Umsetzung einer integrierten Versorgung (Patientenpfade) für kranke Menschen, wobei Pflegefachpersonen eine zentrale Rolle spielen. Thematisch offen und zugänglich für Projekte aus allen Settings der pflegerischen Gesundheitsversorgung fördert die Stiftung Projekte, die sich durch Relevanz, Bedarf und Innovationskraft auszeichnen.
 
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass zwei Projekte (die aufgeführten Namen sind die jeweiligen Hauptantragstellenden) aus 34 Eingaben ausgewählt wurden und somit gefördert werden. Die zahlreichen Bewerbungen haben die Stiftung erfreut und zeigen, dass Forschung im Bereich der klinischen Pflege und die daraus resultierenden Verbesserungen für die Betroffenen und ihre Familien ein grosses Anliegen sind und der Bedarf an solchen Initiativen zunehmend wahrgenommen wird.
 
Die Projekte starten im Januar 2026 und werden über eine Laufzeut von 24 Monaten unterstützt.

Unterstützte Projekte

BOozT-P: Auf dem Weg zu einer personzentrierten Bewegungskultur
Prof. Dr. Carola Maurer, Leitung Kompetenzzentrum Rehabilitation und Gesundheitsförderung, Institut für Gesundheitswissenschaften (IGW) OST- Ostschweizer Fachhochschule

Pflege in Bewegung bringen – das ist das Ziel von BOozT-P. Drei Pflegeinstitutionen in der Ostschweiz begeben sich gemeinsam mit dem Institut für Gesundheitswissenschaften der OST auf den Weg, eine personzentrierte Bewegungskultur zu entwickeln. Im partizipativen Aktionsforschungsprojekt werden körperliche Aktivität und individuelle Bedürfnisse miteinander verbunden. Dadurch entsteht Pflege, die Teilhabe, Selbstbestimmung und Lebensfreude fördert – und Menschen wirklich in den Mittelpunkt stellt.

Abstract
eSENIORS-Kompetent: Bedürfnisgeleitete Pflege bei Personen mit Demenz in der Spitex: Kopartizipative Kompetenzentwicklung in der Erfassung, Veranschaulichung, Entscheidung und Überprüfung von Symptomen und Bedürfnissen in Echtzeit 
Susanne de Wolf-Linder; ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Departement G, Institut für Pflege
Prof. Dr. Christina Ramsenthaler; ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Departement G, Institut für Pflege

eSENIORS-Kompetent möchte die Versorgung von Menschen mit Demenz im häuslichen Umfeld stärken, indem Symptome und Bedürfnisse präziser erkannt, dokumentiert und behandelt werden. Gemeinsam mit Pflegenden, Betroffenen und Angehörigen entwickeln wir digitale Instrumente zur Erfassung von Symptomen und Bedürfnissen sowie praxisnahe Behandlungshilfen. Das Projekt stärkt Palliativkompetenzen, fördert Mitgestaltung und schafft evidenzbasierte Lösungen für eine person-zentrierte Pflege.

Abstract